Cannabis Spinnmilben – Erkennen, Bekämpfen & Vorbeugen
Spinnmilben zählen zu den häufigsten und zugleich zerstörerischsten Schädlingen im Cannabisanbau. Besonders im Indoor-Grow können sie sich innerhalb weniger Tage massiv vermehren. Wird ein Befall zu spät erkannt, drohen deutliche Ertragseinbußen und Qualitätsverluste.
Inhaltsverzeichnis
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Was sind Spinnmilben?
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Warum sind sie gefährlich für Cannabis?
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Symptome eines Befalls
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Ideale Bedingungen & Ursachen
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Bekämpfung von Spinnmilben
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Nützlinge als biologische Lösung
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Prävention
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Fazit
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Quellen
1. Was sind Spinnmilben?
Spinnmilben (Familie Tetranychidae) sind winzige Spinnentiere. Die häufigste Art im Cannabisanbau ist die Zweifleck-Spinnmilbe (Tetranychus urticae).
Sie sind etwa 0,3–0,6 mm groß und bevorzugen die Blattunterseiten. Charakteristisch ist die Bildung feiner Gespinste – ein klares Unterscheidungsmerkmal zur Breitmilbe.

2. Warum sind sie gefährlich für Cannabis?
Spinnmilben saugen Pflanzenzellen aus und zerstören dabei Chlorophyll. Dadurch wird die Photosynthese gestört.
Folgen:
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Reduziertes Wachstum
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Schwächere Pflanzen
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Verminderte Blütenentwicklung
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Geringere Harzproduktion
Warme, trockene Bedingungen beschleunigen ihre Vermehrung enorm. In schlecht regulierten Klimazonen kann sich die Population innerhalb weniger Tage vervielfachen.
3. Symptome eines Befalls
Frühe Phase
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Kleine weiße oder gelbliche Punkte auf der Blattoberseite
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Gesprenkeltes, mattes Erscheinungsbild
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Erste Milben auf der Blattunterseite sichtbar
Mittlere Phase
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Zunehmende Vergilbung
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Deutlich sichtbare Gespinste
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Schwächer werdende Blattstruktur
Späte Phase
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Dichte Gespinste über Trieben und Blüten
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Austrocknende, absterbende Blätter
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Massiver Wachstumsstopp
Hohe Temperaturen beschleunigen den Lebenszyklus von Spinnmilben erheblich. Steigt durch starke Beleuchtung die Blatt- oder Umgebungstemperatur, kann sich ein Befall deutlich schneller ausbreiten.

4. Ideale Bedingungen & Ursachen
Spinnmilben bevorzugen:
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Temperaturen über 24 °C
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Niedrige Luftfeuchtigkeit
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Geringe Luftbewegung
Eine unzureichend eingestellte Lüftung | Klimatechnik begünstigt ihre Ausbreitung erheblich.
Eingeschleppt werden sie häufig durch:
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Neue Pflanzen
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Stecklinge
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Kleidung
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Haustiere

5. Bekämpfung von Spinnmilben
Schnelles Handeln ist entscheidend.
Mechanische Maßnahmen
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Stark befallene Blätter entfernen
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Pflanze in der Vegetationsphase abduschen
Biologische Spritzmittel
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Neemöl
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Kaliseifenlösung
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Rapsölpräparate
Wiederholte Anwendungen sind notwendig, da Eier resistent sind.
In späteren Blütephasen sollten Spritzmittel nur sehr vorsichtig eingesetzt werden.
6. Nützlinge als biologische Lösung
Raubmilben gelten als effektivste biologische Methode:
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Phytoseiulus persimilis
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Neoseiulus californicus
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Amblyseius andersoni
Sie fressen Spinnmilben in verschiedenen Entwicklungsstadien und eignen sich besonders gut für kontrollierte Indoor-Umgebungen.

7. Prävention
Vorbeugung ist der wichtigste Schutzfaktor.
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Neue Pflanzen isolieren
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Regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten
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Saubere Umgebung im Growzelt
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Stabile Klimawerte durch effiziente Lüftung | Klimatechnik
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Gesunde Nährstoffversorgung über hochwertige Erde | Substrate | Dünger
Ein vitaler Pflanzenbestand ist weniger anfällig für Schädlingsdruck.
8. Fazit
Spinnmilben sind einer der häufigsten Schädlinge im Cannabisanbau und können innerhalb kurzer Zeit massive Schäden verursachen. Frühzeitige Erkennung, schnelles Eingreifen und der Einsatz biologischer Nützlinge sind entscheidend.
Ein stabiles Klima, saubere Anbauumgebung und regelmäßige Kontrollen reduzieren das Risiko deutlich.
9. Quellen
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Royal Queen Seeds – Artikel zu Spinnmilben bei Cannabis
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Sensi Seeds – Leitfäden zu Schädlingsbekämpfung
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Zamnesia – Grow-Guide zu Spinnmilben
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Biobest – Informationen zu Raubmilben
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Koppert – Biologische Schädlingskontrolle
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McPartland, J.M. (1996). Cannabis pests and pathogens review.